Eine des namentlichen Nennens nicht werte Software-Bude aus Berlin sendete mir am Montag ihren Newsletter mit Veranstaltungstips zu.
WTF?
Ich hatte keinen Newsletter von denen abonniert. Interessierte mich auch nicht die Bohne, was die für Produkte programmieren oder dolle Veranstaltungen machen. Ich antwortete per E-Mail kurz und knapp, wies darauf hin, dass ich mich in keinen Newsletter eingetragen habe, bat um Austragen aus deren Verteiler und sparte mir den Hinweis, dass es sich aus meiner Sicht um Spam handelt.
Das musste ich nicht explizit schreiben, der Wink mit dem Zaunpfahl war auch so schon überdeutlich. Selbst für Leute die in der Kunst des zwischen den Zeilen Lesens nur mittelprächtig begabt sind.

Heute dann ein Anruf einer Mitarbeiterin derselben Software-Bude. Warum auch immer, sie durch das Sekretariat durchgeschlüpft ist, jedenfalls hatte ich sie jetzt an der Strippe. Sie sagte, dass sie wegen meinem Austragen aus dem Newsletter “noch mal mit mir sprechen” wolle.

Was erwidert man auf so viel Penetranz?
An der Tür kann man dem Haustürvertreter wenigstens noch schwungvoll auf den Fuß treten, damit man die Tür wieder zukriegt. Und na klar, ich hätte auch einfach den Hörer auf die Gabel knallen können. Aber irgendwie war ich so baff, dass mir lediglich ein “Um was geht’s?” rausrutschte.

Sie plappert fröhlich drauf los, ob denn noch Interesse an der von der Software-Bude angebotenen Softwarelösung bestünde. Es hätte ja mal einen Kontakt in 2005 gegeben, bla bla bla. (An irgendeinen wie auch immer gearteten Kontakt kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern)

Meine Antwort war, dass ich eigentlich nur den Newsletter, den ich nie abonniert hatte, nicht erhalten möchte.

Aber der bringe mir doch auch Informationen, entgegent die Schrapnelle auf der anderen Seite der Leitung. Veranstaltungshinweise und und ….

Eigentlich wollte ich schreien und fragen “OB SIE ODER DIE SOFTWARE-BUDE EIGENTLICH NOCH ALLE TASSEN IM SCHRANK HAT“.

Doch ich schreie nicht. Um Contenance bemüht verweise ich in sehr ernstem Ton darauf, dass ich lediglich keinen Newsletter erhalten möchte und selber weiss, was gut für mich ist. Danach lasse ich eine möglichst unangenehme Stille entstehen, verbunden mit klirrender Gesprächs-Athmopsphären-Kälte.

“Gut, dann notiere ich das so.” druckste die Dame und ich legte auf, bevor sie auflegen konnte.